Sozial-Oscar

Sozial-Oscar Preis für vorbildliches Handeln zur beruflichen
Integration von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Menschen mit geistiger Behinderung.

Ziele der Verleihung:
  • Gute Beispiele beruflicher Integration öffentlich machen,
  • zur Nachahmung anregen,
  • auf die Notwendigkeit des Erhaltes von Arbeitsplätzen und Zuverdienstangeboten hinweisen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze anregen.
  • Schwerpunkt der aktuellen Ausschreibung: angepasste Arbeitsplätze mit reduzierten Leistungsanforderungen
Bisherige Preisträger:

1999: Firma Ulrich Krampe GmbH & Co., Langenberg

2000: Firma Alulux GmbH & Co., Verl

2002: Firma Nüßing GmbH, Verl

2004: Firma Timken GmbH, Halle

2006: Firma Wöstheinrich KG, Herzebrock-Clarholz

2008:Firma Pro Objekt Einrichtungen GmbH, Gütersloh

2010:Firma Großewinkelmann GmbH & Co. KG, Rietberg-Varensell

2012:Firma Gerry Weber, Halle 

2014:Firma Paul Craemer, Gütersloh/ Herzebrock- Clarholz


Der „Sozial-Oscar” ist eine mit 5.000,- Euro dotierte Auszeichnung

und wird gemeinsam vom Kreis Gütersloh und der Gütersloher Stiftung für psychisch kranke und geistig behinderte Menschen ausgeschrieben. Dieser Preis wird an Unternehmen im Kreis Gütersloh vergeben, die sich durch besonders engagierte, vorbildliche und nachhaltige berufliche Integration von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder geistiger Behinderung auszeichnen. Erstmalig können in 2016 auch Unternehmen oder Personen ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise für die Prävention psychischer Erkrankungen einsetzen.

Nach den ersten beiden Preisvergaben der Jahre 1999 und 2000 wurden die
Vergabeintervalle mit Zustimmung der Politik geändert. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der mit der Ausschreibung des „Sozial-Oscars“ verbundene immense Arbeitsaufwand nicht jedes Jahr von den Ausrichtern geleistet
werden konnte. Zudem war es notwendig, die symbolische Wirkung des "Sozial- Oscars" zu verstärken, der als Anerkennung, Ermutigung und Ansporn für alle dienen soll.

Gleichzeitig ist es mit dem geänderten Vergabeintervall gelungen, die Qualität der eingereichten Vorschläge und Bewerbungen zu erhöhen. Die ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass bereits während der Ausschreibungsphase, die Unternehmen im Kreis Gütersloh durch persönliche Ansprache zu einer Bewerbung motiviert werden konnten.

Die Preisträger zeigen mit ihren Mitarbeitern in der gelebten Praxis, dass in Zeiten immer härteren globalen Wettbewerbs sowohl theoretische Konzepte
und die Alltagspraxis in Einklang zu bringen sind.


Der „Sozial-Oscar“ hat viel bewirkt.

Es hat gezeigt, dass die Idee im Kreis Gütersloh angekommen ist, nämlich denjenigen Unternehmer zu finden und auszuzeichnen, der sich besonders für die Integration psychisch kranker und geistig behinderter Mitbürger in den Arbeitsmarkt engagiert hat.

Einige Unternehmen nahmen die Ausschreibung zum Anlass, sich über mögliche Beeinträchtigungen bei psychisch erkrankten Menschen zu informieren, mit dem Ziel, gesundheitsfördernde Maßnahmen im Unternehmen zu verbessern bzw. zu initiieren.

Die Anfragen zum „Sozial-Oscar“ aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik und einiger Stiftungen (z. B. der Bertelsmann-Stiftung) belegen, dass diese Idee über die Grenzen des Kreises Gütersloh hinaus als vorbildlich und nachahmenswert wahrgenommen wird.

Die bisherigen Preisträger haben den mit 5.000,- Euro dotierten Preis stets
für weitere sozial-integrative Maßnahmen eingesetzt, wie z. B. in die Förderarbeit des integrativen Kindergartens, Bereitstellung eines Ausbildungsplatzes für einen psychisch beeinträchtigten jungen Menschen.

Gemäß der Zielsetzung trägt insbesondere die Begehung der nominierten
Bewerberfirmen dazu bei, die Vielfalt des Engagements zur beruflichen Eingliederung aufzudecken. Sie hilft aber auch, konkrete Unterstützungsbedarfe der Unternehmen zur Verbesserung der Eingliederungssituation zu erkennen, hier sei beispielsweise auf das Anliegen nach einer langfristig ansprechbaren Kontaktperson aus dem Hilfesystem hingewiesen.

Im Rahmen der Ausschreibung gelang es Institutionen des Kreises Gütersloh wie dem Unternehmerverband und die Kammern in die aktive Öffentlichkeitsarbeit und Bekanntmachung der Preisvergabe einzubinden. Die Fortführung diesen Ansatzes trägtt dazu bei, die soziale Verantwortung für behinderte Arbeitnehmer auf eine breitere Basis zu stellen.

Teilhabe am Erwerbsleben gehört zu den übergeordneten Zielen psychiatrischer Behandlung und Rehabilitation. Ziel der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ist die Erwerbstätigkeit behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen zu erhalten, zu verbessern, herzustellen oder wiederherzustellen und ihre Teilhabe am Arbeitsleben möglichst auf Dauer zu sichern (§ 33 Abs. 1 SGB IX). Das Sozialgesetzbuch IX enthält allgemeine Regelungen über die Eingliederung schwer behinderter Menschen im Arbeitsleben. Wie diese Rechte und Pflichten umzusetzen sind, welche Maßnahmen im Einzelfall hilfreich sein können, wird jedoch kaum erläutert. Der „Sozial-Oscar“ kann weiterhin im Sinne von „best practices“ Maßnahmen der unterschiedlichen Unternehmen transparent machen und praxistaugliche Ideen zur Nachahmung empfehlen.

Der „Sozial-Oscar“ hat sich bewährt; die Preisträger bewiesen bisher, dass Integration planbar und erfolgreich wird, wenn man sich darum kümmert und sie als Ziel verfolgt.

Die Verleihung des Sozial-Oscars hat großes Interesse ausgelöst. Das Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung und die Initiative „Job – Jobs ohne Barrieren“ sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber und der Bundesverband der Deutschen Industrie präsentieren die Initiative der Gütersloher Stiftung und des Kreises Gütersloh als nachahmenswertes Bespiel für eine gute Praxis zur beruflichen Integration von Menschen mit Behinderungen auf Ihren Internetseiten.

 

Preis für vorbildliches Verhalten zur beruflichen Integration von
psychisch kranken und geistig behinderten Menschen
Neue Ausschreibung für Unternehmen, Betriebe und engagierte Personen
Bewerbungsschluss ist der 31.08.2016. Erstmalig können in 2016 auch Unternehmen oder Personen ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise für die Prävention psychischer Erkrankungen einsetzen.


Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist wieder soweit, die Nominierungen bzw. Bewerbungen für den
Sozial-Oscar 2016 stehen an.

Seit 1999 vergeben die Gütersloher Stiftung und der Kreis Gütersloh den SOZIAL-OSCAR an Unternehmen im Kreis Gütersloh, die sich durch besonders engagierte, vorbildliche und nachhaltige berufliche Integration von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder geistiger Behinderung auszeichnen.

Um beispielhaftes Engagement zur Eingliederung psychisch erkrankter oder geistig behinderter Menschen öffentlich zu machen und andere zum Nachahmen zu motivieren, schreiben die Initiatoren den mit 5.000 Euro dotierten Preis im Jahr 2016 bereits zum zehnten Mal aus.

Zur Auslobung des SOZIAL-OSCARS wird ein besonderer Schwerpunkt gesetzt. Im Blick der Aufmerksamkeit stehen Arbeitsplätze mit angepassten bzw. reduzierten Leistungsanforderungen, die es den Betroffenen ermöglichen, leichter und frühzeitiger in das Berufsleben zurück zu kehren.

Jeder kann bis zum 31.08.2016 Unternehmen, Betriebe oder auch einzelne Personen aus dem Kreis Gütersloh für den SOZIAL-OSCAR 2016 vorschlagen. Gleichzeitig können sich Unternehmen und Einzelpersonen auch selbst um die Auszeichnung bewerben.

Den Preisträger ermittelt eine unabhängige Jury aus Betroffenen, Vertretern der Wirtschaft, des Kreises Gütersloh und der Gütersloher Stiftung. Die Preisverleihung findet Anfang 2017 im Kreishaus Gütersloh statt.

Sie engagieren sich für die berufliche Integration von behinderten Menschen? Oder setzen sich in besonderer Weise für die Prävention psychischer Erkrankungen ein? Bewerben Sie sich für den SOZIAL-OSCAR 2016 und machen Sie Ihr Engagement öffentlich. Oder schlagen Sie jemanden vor, der sich in besonderer Weise für die berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderungen einsetzt.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an die vorangegangenen Verleihungen in den Vorjahren im Kreishaus: Neun überzeugende Preisträger konnten geehrt werden. Die breite Berichterstattung in Zeitung, Rundfunk und Fernsehen machte deutlich, dass die Sozial-Oscar-Idee im Kreis Güterloh angekommen ist, nämlich Unternehmer zu finden und auszuzeichnen, der sich besonders für die Integration psychisch kranker und geistig behinderter Mitbürger in den Arbeitsmarkt engagiert hat.

Auch in diesem Jahr loben der Kreis Gütersloh und die „Gütersloher Stiftung” für psychisch Kranke und geistig Behinderte“ gemeinsam den Sozial-Oscar aus. Beide Partner bekunden damit, dass die Beschäftigung Behinderter eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und breites bürgerschaftliches Engagement verlangt.

Stellvertretend soll ein Mitglied der Unternehmerschaft hierfür besonders gewürdigt werden - als symbolischer Dank, als Anerkennung, als Ermutigung und Ansporn für alle.

Als Schirmherrin wird auch in diesem Jahr Frau Karin Miele das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro Anfang 2017 im Kreishaus übergeben.

Die diesjährige Sozial-Oscar-Verleihung wird wieder von örtlichen Verbänden und Kammern mitgetragen. Ziel dieser gemeinsamen Aktion ist die Integration leistungsgeminderter menschen in den ersten Arbeitsmarkt.

Alle Beteiligten freuen sich, wenn Sie die beiliegenden Ausschreibungsunterlagen nutzen und durch einen konkreten Vorschlag oder eine eigene Bewerbung zum Erfolg der Sozial- Oscar- Verleihung beitragen.

Vielleicht kann diese Aktion Sie auch dazu anregen, ggf. in Ihrem Betrieb /  Unternehmen ein entsprechendes Arbeitsplatzangebot zu schaffen. Über Möglichkeiten zur konkreten Hilfestellung beraten wir Sie gerne.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. U. Kemper
1. Vorsitzender


Vorsitzender der Stiftung        Schirmherrin        Landrat
Dr. med. Ulrich Kemper          Karin Miele          Sven-Georg Adenauer

 

Preis für vorbildliches Handeln zur beruflichen Integration von
psychisch kranken und geistig behinderten Menschen


Jurymitglieder:




Gudula Bialek,

Kuratoriumsmitglied, Mitglied im Bundesverband Psychiatrieerfahrener e. V.




Wolfgang Büscher,

Kuratoriumsmitglied, Mitglied der Gütersloher Arbeitsgemeinschaft der Träger von ambulanten und stationären Eingliederungshilfen in den Bereichen Psychiatrie, Sucht und Behindertenhilfe im Kreis Gütersloh
 
                             Anke Unger,
                             Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales




Dr. med. Ulrich Kemper,

Vorsitzender der Gütersloher Stiftung, Chefarzt an der LWL-Klinik Gütersloh

                             Doris Schlüter,
                             Sucht- und Psychiatriekoordinatorin, Kreis Gütersloh

                             Judith Schmitz,
                             Leiterin der Abteilung Arbeit und Soziales, Kreis Gütersloh

                             Reinhold Voßhans,
                             Personalleiter, Güth & Wolf GmbH

 

Geförderte Projekte

Begegnungsprojekt mit Schülerinnen und Schülern aller Schulformen:

GrundschülerInnen besuchen an Demenz erkrankte ältere Menschen und gestalten mit ihnen die Freizeit.

SchülerInnen des Pädagogik-Leistungskurses arbeiten mehrere Tage auf psychiatrischen Krankenstationen

Psychiatrieerfahrene gestalten in der Schule einen Unterrichtstag